Das bestätigt Birgit Mauler, leitende Psychologin der
Christoph-Dornier-Klinik in Münster: "Wer ein unspezifisches Symptom
eingibt, landet schon nach ein paar Klicks bei schweren Krankheiten",
sagt sie in der "Apotheken Umschau". "Man neigt dazu, sich erst mal
das Spektakulärste anzusehen - schon weil man das Schlimmste
ausschließen möchte."
Menschen, die unter der steten Angst leben,
selbst harmlose Symptome könnten Zeichen für eine ernste Krankheit
sein, werden damit in ihren Sorgen nur bestärkt. Allerdings "macht"
das Internet keine Hypochonder, sagt Mauler, sondern es verstärke die
Anlage dazu. Betroffene berichten, dass auch "alte Medien" wie etwa
die Tageszeitung für sie gefährlich sind. In der Hochphase seiner
Hypochondrie brauchte er nur die Zeitung zu überfliegen, um
blitzschnell Wörter wie "Krebs" oder "Vogelgrippe" zu finden, erzählt
ein Patient.
Weil Hypochondrie gern belächelt wird, ist es für
Betroffene schwer, sich dazu zu bekennen und Hilfe in einer
Psychotherapie zu suchen.
Das Gesundheitsmagazin 12/2009 A liegt in den
meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung an Kunden abgegeben.
"Apotheken Umschau" / so